Warum gerade Praxen
Kaum eine Website hat ein so breites Publikum wie die einer Praxis: ältere Menschen, Menschen mit Sehbeeinträchtigung, Menschen mit Schmerzen, Angehörige unter Zeitdruck, Menschen mit wenig Deutschkenntnissen. Genau hier entscheidet Zugänglichkeit darüber, ob jemand einen Termin bekommt.
Die Punkte mit der größten Wirkung
Man muss nicht alles gleichzeitig lösen. Diese Grundlagen bringen den größten Unterschied:
- Kontrast: Text deutlich vom Hintergrund abgesetzt, keine hellgraue Schrift auf Weiß.
- Schriftgröße und Zeilenlänge: mindestens 16–17 px Grundtext, ruhige Zeilenbreite.
- Struktur: eine H1 pro Seite, danach logische Überschriftenebenen — davon profitieren Screenreader und Google.
- Tastaturbedienung: jeder Link und jedes Formularfeld erreichbar, mit sichtbarem Fokusrahmen.
- Alternativtexte: beschreiben, was zu sehen ist; dekorative Bilder bleiben leer.
- Formulare: Labels statt Platzhaltertexte, verständliche Fehlermeldungen.
- Sprache: kurze Sätze, erklärte Fachbegriffe, keine reinen Bild-Informationen.
Was Gesetze verlangen
Der European Accessibility Act und seine nationale Umsetzung machen digitale Zugänglichkeit für viele Anbieter verbindlich. Fachlicher Maßstab sind die WCAG 2.2 auf Stufe AA. Für Praxen ist das weniger eine Hürde als eine Orientierung: die Kriterien beschreiben genau das, was eine gute Website ohnehin auszeichnet.
Der einfache Selbsttest
Vergrößern Sie Ihre Website auf 200 Prozent, navigieren Sie nur mit der Tabulatortaste und lesen Sie die Startseite laut vor. Was dabei hakt, hakt auch für Ihre Patient:innen.
Sollen wir das für Ihre Praxis umsetzen?
Erzählen Sie mir kurz von Ihrer Praxis — ich melde mich mit einem konkreten Vorschlag.
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